Kopfbereich

Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation

Inhalt

Der Ginkgobaum - ein "lebendes Fossil" aus China

Geschrieben von Dr. Manfred Wienzek   

Als weitere Besonderheit am Wolbecker Angelpfad soll der Ginkgobaum vorgestellt werde. Man findet ihn auf dem Weg vom Achatiushaus zur Herrenstraße vor der Brücke auf der rechten Seite.

Dieser Baum ist unverwechselbar zu erkennen aufgrund seiner fächerförmigen Blätter und er wird deswegen auch als Fächerbaum bezeichnet. Im Herbst werden die Blätter abgeworfen.
Der Ginkgobaum zählt zu den Gymnospermen, den nacktsamigen Pflanzen, zu denen auch die uns bekannten Nadelhölzer gehören.

Von Europäern in Japan entdeckt - und stammt aus China

Diese Baumart wurde von den Europäern in Japan entdeckt, stammt aber ursprünglich aus China. In China und Japan findet man ihn als heiligen Baum an und in buddhistischen Tempeln, so dass er auch als Tempelbaum bekannt ist.

Ginkgo-Extrakte in der chinesischen Medizin

 Seit Jahrhunderten spielen Ginkgo-Extrakte in der chinesischen Medizin eine Rolle als Heilmittel z.B. gegen Husten, Asthma, Bluthochdruck und der Extrakt von Ginkgoblättern
besitzt durchblutungsfördernde Eigenschaften.

Seit 1760 auch in Deutschland angepflanzt

Samen dieses Baumes wurden um 1730 nach Mitteleuropa gebracht und seit 1760 wird der Ginkgobaum auch in Deutschland angepflanzt. Inzwischen wird er in den Parkanlagen der ganzen Welt kultiviert. Dieser widerstandsfähige Parkbaum erreicht an freien Stellen, wo er sich gut entwickeln kann, eine Höhe von 30 bis 40 Meter und einen Stammumfang von nahezu zwei Meter.

Im Erdmittelalter verbreitete Pflanzengruppe

Wie versteinerte Funde belegen, existieren die Ginkgo-Bäume seit über 200 Millionen Jahren. Die Art Ginkgo biloba ist heute der einzige Vertreter einer im Erdmittelalter weltweit verbreiteten Pflanzengruppe. Da diese Baumart im Laufe der Jahrmillionen keine wesentlichen Veränderungen erfahren hat, wird der Ginkgobaum auch als „lebendes Fossil“ bezeichnet.

 
weiter >