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AG Jugendhilfe Direkt

Geschrieben von Dieter Horsch   

Die AG Jugendhilfe unterstützt in Zusammenarbeit mit Hauptschule und Wirtschaft den Zugang von Schulabgängern zu Ausbildungsplätzen.

Grundsätzliches zur Entstehung der AG „Jugendhilfe konkret“

Es gibt in Münster ein Netzwerk Initiative für Beschäftigung „ Brücke zum Beruf“. Speziell auch für Jungendbeschäftigung von lernschwachen und sozial benachteiligten Jugendlichen. Mehrere Hauptschulen u.a. die HS Wolbeck ,seit 2003 , sind dort Kooperationspartner.

Drei Phasen der Hilfe

Die Hilfe ist in 3 Phasen aufgeteilt:

  • Angebot sozialpädagogischer Arbeit in der HS durch eine entsprechende Fachkraft.
  • Angebot von Ausbildungsplätzen oder Berufshinführungspraktika als ausbildungsähnliche Beschäftigung in örtlichen oder ortsnahen Betrieben.
  • Überleitung in Ausbildungsverhältnisse aus o.g. Praktika im selben oder einem anderen Betrieb.

Die Überleitung der ursprünglich durch die CDU-Wolbeck initiierten Aktion in das Bürgerforum Wolbeck e.V. erfolgte im Sept. 2002 mit Bildung der AG.

Beteiligte 

Vorsitz: Dieter Horsch

Weitere Beteiligte:

Herr Kudielka ( inzwischen aber aus pers. Gründen ausgeschieden)

Frau Godehardt (Sozialarbeiterin an der HS)

Frau Riesenbeck (Lehrerin an der HS)

Herr W. Runtenberg (stellv.Vors. d. Gewerbevereins)

Was wurde bisher gemacht und erreicht?

Phase 1:

Seit dem 01.10.2003 ist in der HS Wolbeck mit Hilfe der AG eine sozialpäd. Fachkraft vorhanden, die aus Mitteln der EQUAL bis 1.10.2006 bezahlt wurde. Inzwischen ist sie mit einer halben Stelle festangestellt.

Sie nimmt sich ab Klasse 8 der lernschwachen und /oder sozial benachteiligten Jugendlichen an, mit vielfältigen Hilfen, über die sie detailliert jährliche Berichte angefertigt hat.

Die Schule ist außerordentlich glücklich darüber und erheblich entlastet.


Phase 2:

Initiativen der AG:

  • Infoveranstaltung mit den Mitgl. d. Gewerbevereins
  • Gespräche mit der Landwirtschaftskammer und mit örtlichen Unternehmern
  • Entwicklung und Herausgabe eines Informationsblattes mit Anlage über das Berufshinführungspraktikum an die potentiell in Frage kommenden Betriebe
  • Adressensammlung der in Wolbeck und angrenzend ausbildenen Betriebe ca. 38
  • Kontakt über Frau Godehardt zu Kandidaten, bei denen sich abzeichnet, dass diese nur sehr schwer oder wahrscheinlich gar keinen Azubiplatz bekommen werden, aber schulmüde sind und lieber praktisch arbeiten wollen.

Wie läuft die Arbeit der AG ab?

Frau Godehardt stellt der AG die von ihr aufgrund der Persönlichkeit, des Auftretens, der Zensuren und der Bereitschaft zu arbeiten ausgewählten Jugendlichen mit konkreten Berufswünschen mit den entsprechenden Bewerbungsunterlagen jeweils in persönlichen Gesprächen mit den Jugendlichen in der HS vor.

Aufgrund dieser Informationen und Gespräche rufe ich mir bekannte in Frage kommende Unternehmen an und vereinbare gemeinsame Vorstellungstermine mit den dortigen Unternehmern.

Ziel ist die Erreichung von Azubiplätzen oder aber 1 jährigen Berufshinführungspraktika mit möglicher anschließender Übernahme ins Azubiverhältnis. Immer geht bei Interesse des Betriebs noch ein Kurzpraktikum in dem Betrieb der Entscheidung voraus.

Ergebnisse

2004 

2004 waren es 5 Bewerberinnen und Bewerber

( Garten-und Landschaftsbau, Mechatronik, Maschinenbau, Schreiner, Maler)

2 haben einen Azubiplatz , 2 ein Jahrespraktikum bekommen und einer ist weiter zur Schule gegangen

2005

2005 waren es 4 Bewerberinnen und Bewerber

( EH, Maurer, Straßenbau, Koch)

Alle vier haben einen Azubiplatz bekommen

2006

2006 sind es 4 Bewerber

( Maurer, Friseur/ alternativ Tischler, Garten-und Landschaftsbau, Koch/alternativ Maurer)

2 haben eine Azubistelle bekommen und zwar als Maurer

1 er macht ein zweijähriges Langzeitpraktikum im Garten-und Landschaftsbau.

1 weiterer macht ein Jahrespraktikum als Tischler

2007

2007 sind es 3 Bewerber

(Heizungs-und Lüftungsbau, Maler – u. Lackierer und Zahntechnische Angestellte)

Es sind Kennenlern-Termine mit den Suchenden erfolgt. Es sind Vermittlungen zu Ausbildungsbetrieben erfolgt. Ergebnisse stehen noch aus.

Insgesamt aber bisher ein durchaus befriedigendes Ergebnis. Die Zusammenarbeit und die daraus resultierenden Ergebnisse werden von der Hauptschule positiv beurteilt.

Wolbeck, 13.3.2007

Gez. Horsch